jenni gian

ÜBER UNS: Familientradition seit 1908...

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In der unvergleichlichen Schönheit des Oberengadins im Kanton Graubünden liegt das Dorf Sils-Maria zwischen dem Silsersee und dem Silvaplanersee. Sils ist nicht nur ein Ort mit grossem landschaftlichem Reiz und mit vielen Angeboten für Freizeit und Kultur, es ist auch der Ausgangspunkt für eines der schönsten, südlichen Seitentäler des Engadins, dem Fextal.

Das Fex wurde einst von den Einheimischen als Alp für Schafe genutzt, der ursprüngliche Name war Fedes, von „Feda", was Schaf heisst. Erste offizielle Erwähnung fand das Fex um das Jahr 1303.foto2

Das Tal besteht aus den Weilern Fex Platta, Vaüglia, Fex Crasta, Vals und Fex Curtins. Neben den Privathäusern gibt es im Fex 2 Hotels - eines davon ist unsere „Sonne", 2 Pensionen und mittlerweile 4 landwirtschaftliche Betriebe, die in biologischer und naturverbundener Arbeit viele gute regionale Produkte herstellen wie Fleisch und Käse.

Das Fex endet beim Fex Gletscher, der von den Bergen Piz Tremoggia, Piz Chapütschin, Piz Fora und Piz Güz umgeben ist und welche die imposante Kulisse des Talendes darstellen.

Unserem Grossonkel, dem Visionären und damaligen Gemeindepräsidenten Gian Fümm sei Dank, dass das Fex seit dem Jahre 1954 unter striktem Naturschutz steht. Der öffentliche Verkehr ist seit dann stark eingeschränkt, bauliche Vergrösserungen oder Neubauten sind kaum möglich und die elektrischen Leitungen wurden bereits zu dieser Zeit in den Boden verlegt! Die Pferdekutschen sind seit jeher ein beliebtes Transportmittel ins Fex und mittlerweile kaum wegzudenken.foto2
In Fex Crasta steht die malerisch schöne Bergkirche mit seinen berühmten und gut erhaltenen Fresken. Beide sind um das Jahr 1500 entstanden. Genau hier, wo die Kirche erbaut wurde, befindet sich ein „Ort der Kraft", der eine Wirkung im Sinne einer Beruhigung oder Stärkung auf den Menschen haben kann.

Und neben diesem Kraftort und dem besagten Bergkirchlein hat unsere Urgrossmutter, Verena Fümm-Nadig im Jahre 1908 das „Hotel Sonne" erbaut. Bereits ein Jahr später wurde zur ersten Wintersaison eröffnet!

Im damaligen Prospekt war zu lesen: „Im Fextal, 30 Minuten von Sils-Maria, dem bekannten Kurort des Oberengadins entfernt, liegt auf sonniger Wiesenterrasse, dort wo das weisse Bergkirchlein von Crasta als Wahrzeichen des Friedens und der Ruhe weit ins Tal hineinblickt, der Gasthof zur goldenen Sonne".foto3

Verena hat den Betrieb bis in die 1930er Jahr geführt und ihn dann an ihren Sohn, den besagten Gian Fümm weitergegeben. Sein Herz schlug allerdings mehr für die Politik, er war wie gesagt Gemeindepräsident und auch im grossen Rat des Kantons Graubünden vertreten. Er konnte weder seinen Gasthof, noch seine Errungenschaften in der Politik geniessen, leider verstarb er noch jung im Jahre 1956. Seine Frau, Clorinda Fümm-de Zanet musste alleine die Verantwortung für die „Sonne" übernehmen. In den frühen 1970er Jahren wurde der Betrieb dann kurzzeitig verpachtet, bevor er dann im Jahre 1978 wieder zurück in die Hände der Familie kam. Die Nichte von Clorinda Fümm, meine Mutter Susanne Witschi-Fümm hat zusammen mit Ihrem Mann, meinem Vater Peter Witschi den Betrieb übernommen. Das Hotel war mittlerweile in die Jahre gekommen, aber mit viel Liebe für's Detail und einer guten Küche hat das junge Paar vielen Hausgästen ein schönes Ferienzuhause geboten, viele Restaurantgäste bewirtet und rauschende Feste organisiert. Viele Spezialitäten, für die die Sonnen-Küche heute noch bekannt ist, haben damals ihren Lauf begonnen: die feinen Röstis, die Engadiner Nusstorte nach dem alten Originalrezept der Urgrossmutter Verena oder der bekannte Heidelbeerkuchen...

Nach 12 Jahren in Pacht, konnten sie dann das Haus im Jahre 1990 von Tante Clorinda käuflich erwerben. Ein Jahr später erfolgte eine komplette Renovation vom Keller bis unter's Dach, das Hotel Sonne Fex hatte den grossen Sprung hin zu den gestiegenen Bedürfnissen seiner Gäste geschafft.

Mein Vater konnte sich jedoch nie richtig für die Berge begeistern und so musste meine Mutter den Betrieb ab dem Jahre 1998 in alleiniger Verantwortung führen. Im Jahre 2009 bin ich dann erstmals zu Hause eingestiegen.Foto4Als Kind in der Sonne aufgewachsen wurde ich natürlich, zusammen mit meinem Bruder Peider-Duri immer wieder für kleine Arbeiten „verdonnert", abwaschen, die Kissen der Sonnenterrasse verräumen oder helfen Schnee schaufeln...

Ich habe in Samedan die Matura gemacht und danach die Hotelfachschule in Luzern besucht. Mein Bruder hat die Kochlehre im Suvretta House absolviert und führt jetzt nach vielen Jahren in fremden Häusern das Restaurant Alpenrose in Sils-Maria.

Witschi Familie 2016Es ist Ihnen bestimmt nicht entgangen, dass seit der Eröffnung im Jahre 1908 stets die Frauen am Ruder des beliebten Gasthofes waren ... aber im Jahre 2012 hat sich ein Wechsel in dieser Tradition vollzogen und mit mir hat die 4. Generation der Familie Fümm die Leitung des Hauses übernommen. Im Mai 2014 haben die Hochzeitsglocken für meine Verlobte Jennifer Dose aus Pansdorf bei Lübeck (Deutschland) und mich geläutet.

Seit Juni desselben Jahres führen wir nun gemeinsam unsere „Sonne Fex" und pflegen mit Stolz unsere lange Familientradition weiter indem wir die schönen, traditionellen Werte unseres Hauses weiter hochleben lassen.

Unsere Tochter Siri ist nun schon fast 3 Jahre alt und freut sich seit April über ihre kleine Schwester Sinja.Nun treten sie gemeinsam in die Fussstapfen ihrer Nona Susanne Witschi-Fümm und begrüssen jeden Gast mit ihrem herzlichen Lächeln!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei uns im Fex und grüssen Sie herzlich,

Jennifer und Gian-Reto Witschi mit Siri und Sinja
4. Generation
Hotel Sonne Fex